Quetschungen
Quetschungen entstehen bei stumpfer Gewalteinwirkung: Schlag, Hieb, Sturz, Verschüttung. Der Grad ihrer Gefährlichkeit hängt von der Art des darunter liegenden Gewebes ab: Quetschungen von Weichteilen sind meist harmlos, allerdings kann es auch zu schweren Gewebeschäden kommen. Hingegen kann es zu gefährlichen Organquetschungen kommen, wenn sich die Kraft der Gewalteinwirkung auf innere Organe überträgt. Durch die Gewalteinwirkung wird Gewebe zwar verletzt, die darüber liegende Haut bleibt jedoch unverletzt. Es können unter der Haut auch kleinere oder größere Blutgefäße verletzt werden, wodurch ein Bluterguss entsteht, der, wenn er haunah liegt, bläulich durchschimmert.
Erkennen
- Schwellung
- Blaurote Verfärbung (Bluterguss)
- Schmerzen
Gefahren Blutungen und Verletzungen der inneren Organe, Blutverlust ins Gewebe bei schweren Quetschungen.
Erste Hilfe Es ist nicht die Aufgabe des Ersthelfers, eine exakte Diagnose zu stellen, also zu entscheiden, ob eine Gelenksverletzung oder ein Knochenbruch vorliegt; er hat einfach festzustellen, dass der Verletzte einen Unfall erlitten hat und einen Körperteil nicht mehr normal (wie vor dem Unfall) bewegen, belasten oder gebrauchen kann; die Erste-Hilfe-Maßnahmen sind für alle diese Verletzungen dieselben.
- Bei offenen Verletzungen sofort mit keimfreien Verband anlegen
- Bei einer Schwellung kalte und somit schmerzlindernde Umschläge auflegen
- Beengende Kleidungsstücke über der Bruchstelle öffnen, Armbanduhren und Ringe entfernen
- Ruhigstellung
- Weitere Schockbekämpfung
- Notruf
- Ersthelfer sollen keine Schienung durchführen! Dafür ist die Rettung/Bergrettung zuständig, die über geeignetes Schienungsmaterial auf dafür entsprechend geschulten Personal verfügt.
- Kein Bewegungsversuch
- Kein Einrenkungsversuch
- Verletzten Körperteil nicht bewegen
In Zusammenarbeit mit:

Letzte Aktualisierung:
05.12.2007 (Inge Smolek) |
| Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden. |
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