Verdauungstrakt15313
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Magengeschwür- operation

Magen-und Zwölffingerdarmgeschwür
(Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni)

Zusammenfassung:
Geschwüre in Magen (Ulcus ventrikuli) und Zwölffingerdarm (Ulcus duodeni) sind Verletzungen in der Wand des entsprechenden Organs, die bis in die Muskelschicht eindringen. Eine große Rolle bei ihrer der Entstehung spielt das Bakterium Helicobacter pylori. Die Infektion ist jedoch nicht der alleinige Grund für ein Geschwür, über die Hälfte der über 50-Jährigen haben Helicobacter im Magen, ohne zu erkranken. Einige Medikamente greifen die Schleimhaut von Magen und Darm stark an. Es sind dies vor allem Schmerz - und Rheumamittel, die Azetylsalizylsäure und verwandte Stoffe (nichtsteroidale Antirheumatika, NSAR) enthalten. Symptome eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwürs sind meist ein dumpfer Schmerz in der Magengegend, gepaart mit Völlegefühl und manchmal Übelkeit und Erbrechen. In der Hälfte der Fälle macht das Magengeschwür aber gar keine Beschwerden, oft wird es erst bemerkt, wenn ernste Komplikationen eingetreten sind. Durchbruch des Geschwürs in den Bauchraum und starke Blutungen sind mögliche, lebensgefährliche Folgen der Erkrankung.
Zur Diagnosestellung wird eine Endoskopie des Magens und des Darms (Gastroduodenoskopie) vorgenommen. Therapie sind vor allem die Auslöschung von Helicobacter pylori mit einer Antibiotikakombination und Gabe magensäurebindender oder -hemmender Medikamente. Die Operation kommt in Frage, wenn die medikamentöse Behandlung nicht anschlägt oder die Geschwüre immer wieder auftreten.
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