Brustkorbverletzungen
Stumpfe Brustkorbverletzung
Eine stumpfe Brustkorbverletzung ist anzunehmen, wenn durch äußere Gewalteinwirkung
auf den Brustkorb Rippenbrüche und Lungenverletzungen entstehen, jedoch keine
äußere Wunde vorhanden ist.
Erkennen
- Schmerzen bei jedem Atemzug
- Flache Atmung
- Schonhaltung
- Reizhusten, eventuell Bluthusten
- Schockanzeichen
Gefahren
Schon der Bruch von einzelnen Rippen und des Brustbeins kann zu Blutungen nach
innen oder zu Verletzungen der inneren Organe (Lunge, Herz) führen.
Besonders gefährlich sind Serienrippenbrüche, weil sie vor allem die Atmung
stark beeinträchtigen.
Erste Hilfe
- Öffnen beengender Kleidungsstücke
- mit erhöhtem Oberkörper möglichst auf die verletzte Seite lagern
- weitere Schockbekämpfung
- Notruf (112 in Deutschland, 144 in Österreich)
Offene Brustkorbverletzung
Bei einer Öffnung des Brustkorbs strömt Luft in den Brustraum. Dadurch geht
auf der verletzten Seite, der zwischen Brustwand und Lunge herrschende Unterdruck
verloren. Die Lunge zieht sich auf Grund ihrer Elastizität zusammen und beteiligt
sich nicht mehr an der Atmung. Wenn die Verletzung so weit offen ist, dass beim
Atmen Luft ein- und ausströmen kann, entstehen im Brustkorb durch ständige Bewegungen
der Brustorgane instabile Verhältnisse (Mittelfellpendeln). Das kann innerhalb
kurzer Zeit zu schwerer Beeinträchtigung der Atmung und des Kreislaufs führen.
Erkennen
- Wunde, gegebenenfalls mit pfeifendem oder schlürfendem Geräusch
- Luftbläschen in der Wunde
- Bluthusten
- schwere Atemnot
Gefahren
Zunehmende Atemnot durch mangelndes Ausdehnungsvermögen der Lungen - schwerer
Schock - Tod durch Kreislaufversagen.
Erste Hilfe
- Wunde keimfrei bedecken
- Den Verletzten mit erhöhtem Oberkörper lagern, evtl. auf verletzte Seite
- weitere Schockbekämpfung
- Notruf (112 in Deutschland, 144 in Österreich)
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Letzte Aktualisierung:
05.12.2007 (Inge Smolek) |
| Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden. |
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