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Dialyse
Zusammenfassung: Seit mehr als 30 Jahren kann die Funktion der Nieren durch Blutwäsche (Hämodialyse) ersetzt werden. Sie wird notwendig, wenn die Nieren ihre Aufgabe, verschiedene Stoffe aus dem Blut zu filtrieren und mit dem Harn auszuscheiden, nicht mehr erfüllen können. Bei der Dialyse werden überschüssiges Wasser, Giftstoffe und Substanzen, die normalerweise mit dem Harn ausgeschieden werden, aus dem Blut entfernt. Ohne dieses Behandlungsverfahren würden Betroffene mit einem akuten oder chronischen Nierenversagen binnen kurzer Zeit an einer inneren Vergiftung durch Stoffwechselprodukte (Urämie) sterben. Durch die künstliche Blutwäsche verbessert sich das gesundheitliche Befinden. Die durch das Nierenversagen verursachten Symptome wie Atemlosigkeit oder Wasseransammlungen im Gewebe verringern sich oder werden sogar beseitigt. Die Behandlung benötigt zwar viel Zeit, trotzdem ist meist ein aktives Berufs- und Privatleben möglich. Auch gegen einen Urlaub spricht nichts: Bei rechtzeitiger Anmeldung kann die Dialyse in einem Zentrum in der Nähe des Urlaubsorts durchgeführt werden. In Deutschland werden mehr als 57.000 Patienten dialysebehandelt und in Österreich 3.200. Die Zahl der betroffenen Personen steigt jährlich um sechs bis sieben Prozent. Bei der überwiegenden Mehrzahl von 92 Prozent der Betroffenen wird Hämodialyse und bei acht Prozent Bauchfelldialyse durchgeführt. Mit steigendem Lebensalter erhöht sich der Anteil der Dialysepflichtigen: Sieben von zehn Personen, die mit einer Dialyse beginnen müssen, sind älter als 60 Jahre.
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