Verdauungstrakt4018
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Durchfall (Diarrhö)

Zusammenfassung:
Die Ursachen von Durchfall sind vielfältig. Akute Durchfallerkrankungen sind in der Überzahl der Fälle jedoch harmlos und Folge von mit der Nahrung aufgenommenen Bakteriengiften oder einer Infektion. Die Beschwerden sind neben dem Durchfall meist Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen und Abgeschlagenheit. Eine genaue Diagnosestellung mit Identifizierung des Erregers durch eine Stuhluntersuchung ist meist nicht notwendig. Wenn eines der folgenden Warnsignale auftritt, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden:
  • Blut im Stuhl,
  • viel Schleim oder Eiter im Stuhl,
  • starker Durchfall bei Säuglingen und Kleinkindern,
  • starker Durchfall bei alten Menschen,
  • zunehmende Müdigkeit und Benommenheit,
  • Gewichtsabnahme von ein bis zwei Kilogramm,
  • Zeichen der Austrocknung (Trockener Mund, stehende Falten auf der Haut nach dem Kneifen, wenig dunkler Urin, Müdigkeit),
  • Durchfall, länger als 2 Wochen,
  • Durchfall im Anschluss an eine Fernreise,
  • Durchfall und Verstopfung im Wechsel mit unfreiwilligem Abgang von Stuhl,
  • wenn reichliches Trinken nicht möglich ist,
  • Durchfall mit starken Schmerzen,
  • Durchfall während oder nach der Einnahme von Antibiotika,
  • kollektiver Durchfall in Gemeinschaftseinrichtungen wie Heimen oder Kindergärten.
In der Behandlung ist vor allem der Ersatz von verlorenem Wasser und Salzen wichtig. Reichliches Trinken von süßen Limonaden, dazu Salzstangen oder Chips sind ein bewährtes Rezept. Antibiotika sind nur in schweren Fällen mit Fieber nötig. Spezielle Mittel gegen Durchfall verzögern die Ausscheidung der Durchfallerreger und sind nur kurzfristig, zum Beispiel auf Reisen, sinnvoll.
Die Beschwerden legen sich meist innerhalb einer Woche von selbst. Wichtig sind der Flüssigkeitsersatz und die Beachtung der Warnsignale.
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