| Muskeln und sonstiges Gewebe3770 | |
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Muskelzerrung und Muskel(faser)riss
Zusammenfassung: Werden Muskeln überdehnt, kann es in leichten Fällen zu einer Zerrung kommen, bei stärkerer Überdehnung zu einem Muskelfaserriss. Ein kompletter Muskelriss kommt selten vor. Eine Zerrung ist die Überdehnung eines Muskels, die noch nicht zu einer mechanischen Zerstörung des Muskelgewebes führt. Die Übergänge von einem Muskelfaser- zu einem kompletten Muskelriss sind dabei fließend. Die Behandlung eines Muskel(faser)risses sollte möglichst sofort nach der Verletzung einsetzen, damit das Entstehen von Hämatomen verhindert bzw. minimiert werden kann. Empfehlenswert ist das Vorgehen nach der PECH-Regel: Pause, Eis, (C)Kompressionsverband und Hochlagern. Der Muskel sollte auch während des Heilungsprozesses mit Bewegungstherapie behandelt werden. Genäht werden Muskelrisse erst, wenn mehr als ein Drittel des Querschnittes eingerissen ist. Aufwärmen und Dehnungsübungen sowie das Tragen von schützenden Stützbandagen und Stützstrümpfen an verletzungsexponierten Stellen schützen vor Muskelverletzungen.
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