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Gelenkentzündungen durch Bakterien
Zusammenfassung:
Nach Harnwegs-, Darm- oder anderen Infektionen im Körperinnern durch Bakterien können Gelenkentzündungen auftreten, die so genannten "reaktiven Arthritiden". Sie haben eine bessere Heilungschance als die meisten anderen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Bei einem bis drei Prozent der Patienten, die an einer Harnweg-, Darm- oder Organentzündung litten, entzünden sich auch die Gelenke. Personen, deren weiße Blutkörperchen ein bestimmtes Oberflächen-Antigen - das HLA-B27 - besitzen, haben ein um 50- bis 100fach erhöhtes Krankheitsrisiko. Bei 70 bis 90 Prozent aller reaktiven Arthritiden kann das HLA-B27-Antigen nachgewiesen werden. Löst ein Streptokokkeninfekt die Krankheit aus, so spricht man von rheumatischem Fieber. Bis in die fünfziger Jahre war das rheumatische Fieber die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung bei Jugendlichen. Ein bis drei Prozent der Kinder erkrankten daran, häufig entzündete sich dabei auch das Herz. Seither gehen die Erkrankungszahlen kontinuierlich zurück. In den letzten Jahren sind 0,23 bis 1,88 Erkrankungen pro 100.000 Kindern und Jugendlichen pro Jahr verzeichnet worden. In Ländern mit niedrigerem Lebensstandard ist das rheumatische Fieber, unter anderem durch schlechte Wohnbedingungen und häufigere Streptokokkeninfekte, häufiger.
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